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Was ist der Energieausweis?

Der Energieausweis – genauer: Ausweis über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden – ist eine Art „Typenschein“ für das Haus.
Er enthält Daten zur energetischen Performance des Gebäudes (insb Energiekennzahl in kWh/m²/Jahr), basierend auf Informationen
über die Gebäudehülle, die Heizungsanlage, Lüftung, Warmwasserbereitung und eingesetzte Energieträger.

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Wer braucht einen Energieausweis?

Ein Energieausweis ist in folgenden Fällen vorzulegen:

-      Neubau, Zubau, Umbau
-      Umfassende Sanierung
-      Veräußerung, Vermietung oder Verpachtung
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Die Gültigkeitsdauer des Energieausweises beträgt zehn Jahre.
Für weitere Details siehe die jeweiligen landesgesetzlichen Bestimmungen.
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Wer stellt einen Energieausweis aus?

Zur Frage, wer befugt ist, Energieausweise auszustellen, ergingen mehrere Erlässe des Wirtschaftsministeriums. Folgende Gewerbe schließen die Befugnis zur Ausstellung von Energieausweisen mit ein: Baumeister, Elektrotechnik, Gas- und Sanitärtechnik, Heizungstechnik, Kälte- und Klimatechnik, Lüftungstechnik und Zimmermeister; in eingeschränktem Ausmaß auch Ingenieurbüros, Rauchfangkehrer und Hafner; dazu kommen Ziviltechniker mit einschlägiger Befugnis (Architekten, Zivilingenieure)

Nähere Informationen: Ausstellung von Energieausweisen
                                 http://www.berechner.at/
                                 http://www.energieausweis-aussteller.at/
 
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Wer bezahlt den Energieausweis?

Bei Mietverträgen im Vollanwendungsbereich des Mietrechtsgesetzes gelten die Kosten des Energieausweises als Erhaltungsaufwand.
Sie sind daher zunächst vom Vermieter zu tragen, können aber als Ausgabeposition in der Hauptmietzinsabrechnung angesetzt werden.

Nach dem Wohnungseigentumsgesetz fällt die Verpflichtung zur Erstellung eines Energieausweises dem Verwalter zu, soweit von der Eigentümergemeinschaft nichts anderes vereinbart oder beschlossen wird. Die Kosten des Energieausweises zählen zu den Gemeinschaftskosten.
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Nähere Informationen: Der Energieausweis im Vertragsrecht
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(Quelle: WKO)